Gedanken zum Osterfest von Pfarrer Andreas Fischer

“Im Licht der Ostersonne erhellt sich jede Dunkelheit!”

Liebe Mitmenschen unserer Pfarrgemeinden und Ortschaften!

Wir erfahren unsichere Zeiten. Das öffentliche Leben steht still, gewohnte Abläufe sind unterbrochen.

Doch: Ostern steht vor der Tür! Das treffendste Symbol unseres christlichen Glaubens ist die Flamme der Osterkerze. Über hellen Tagen und inmitten dunkler Nächte brennt seit Jahrtausenden unverdrossen der lichte Osterglaube: Jedes Ende ist zugleich ein Anfang. Wo Gefahr ist, stellen sich rettende Kräfte ein. An Herausforderungen können wir wachsen. In uns lebt der Auferstandene als eine Grundkraft, die uns aus den Gräbern der Resignation und des Pessimismus heraustreten lässt zu Beziehung, Verwandlung und Vertrauen.

Die Auferstehung Jesu meint den für jeden von uns immer möglichen Übergang von Schwächung und Verlusterfahrungen hin zu den Fähigkeiten, die in und zwischen uns bereit stehen und alles wieder zum Guten wenden können. Mit Liebe, Vernunft und Dankbarkeit für das unzerstörbare große Leben bauen wir aus Durchkreuztem wieder schöne Stunden und eine freudvolle Zukunft auf.

Das Licht der Osterkerze leuchtet uns dabei voran und lädt ein, zu sich zu sagen: “Ja, ich will mit Energie und Frohsinn leben, auch in Bedrängnissen und Belastungen. Ich vertraue der göttlichen Kraft, die alles erhält, wachsen und blühen lässt. Ich nehme meine Schöpfer- und Auferstehungskraft an und überwinde damit Ohnmacht und Dunkelheit!”

Ich wünsche Ihnen/Euch in der Karwoche ein bewusstes Öffnen der Karfreitagsstimmung für eine österliche Atmosphäre der Entspannung, Zuversicht und Lebensfreude!
Ich wünsche allen ein gesegnetes Osterfest, auch im Namen unserer haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen des Pfarrverbandes,
Andreas Fischer, Pfarrer